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Ohne neue Atomkraftwerke würde die Schweiz massiv von Stromimporten abhängig

Ohne neue Atomkraftwerke würde die Schweiz massiv von Stromimporten abhängig
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Die Fakten: Eine neue Studie der ETH Zürich und des Paul-Scherrer-Instituts (PSI) kommt zum Schluss, dass die Stromversorgung der Schweiz auch ohne neue Kernkraftwerke sichergestellt werden könne. Allerdings gehen die beiden Hochschulen dabei von unrealistischen Annahmen aus, und diese Strategie würde erst noch zu einer inakzeptabel hohen Abhängigkeit vom Ausland führen.

Warum das wichtig ist: Die neue Studie dürfte ein gefundenes Fressen für Atomgegner sein. Denn diese Studie sagt auch, dass sich neue KKW höchstens dann lohnen, wenn die Baukosten deutlich tiefer wären als bei den letzten AKW-Projekten in Europa. Zudem müsste der Staat beträchtliche Subventionen bezahlen und einen Teil der Investitionsrisiken übernehmen. Übergangen wurde an der Medienkonferenz zur Studie aber, dass die Bedingungen für eine Stromzukunft ohne Atom fast nicht zu erfüllen sind.

Das Zitat: «Die Studie zeigt (...), dass die Schweiz ihr Netto-Null-Ziel mit bestehenden und geplanten Technologien erreichen kann, ohne dass dafür neue Kernkraftwerke notwendig sind.» (Medienmitteilung vom 29. Juni 2026, siehe hier)

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Die Studie im Detail: Die ETH Zürich und das PSI haben heute Montag eine Studie veröffentlicht, die der Frage nachgeht, unter welchen Bedingungen sich neue Kernkraftwerke in der Schweiz lohnen würden. Daran waren 19 Energiefachleute der beiden Institutionen beteiligt (siehe hier). Die wichtigsten Resultate:

Die Voraussetzungen für eine Stromzukunft ohne neuen KKW: Gemäss der Studie und der Medienmitteilung lässt sich das ableiten:

Meine Einschätzung: An der Medienkonferenz von heute Montag wurde nicht weiter darauf eingegangen, unter welchen Bedingungen ein Verzicht auf neue KKW möglich wäre. Diese Voraussetzungen dafür erkennt man erst, wenn man das  «Kleingedruckte» liest. Und diese Bedingungen sind kaum erfüllbar – und wenn, dann würde sich wohl eine unverantwortbare Auslandsabhängigkeit einstellen. Umgekehrt wäre der Bau neue Kernkraftwerke natürlich ein finanzieller «Hosenlupf» für das ganze Land. Mit einem solchen Generationenprojekt würde die Schweiz aber für viele Jahrzehnte von allen Stromsorgen befreit.

Die ETH Zürich hat in den letzten Jahren immer wieder Unterstützung geleistet für die weltfremde Energiewende-Politik von Mitte-links – mit fadenscheinigen Berichten und Studien. Dass die Hochschule nun erneut in die Welt hinausposaunt, eine klimafreundliche Stromversorgung ohne neue AKW sei möglich, ist bedauerlich.  

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