Ganz knapp: →
Die 10-Millionen-Initiative wurde abgelehnt, was als überraschende Niederlage für die SVP gilt. Die SVP legte in den kantonalen Wahlen zu, insbesondere in Graubünden, wo sie die stärkste Partei wurde. Der Rückgang der Mitte (ehemals dominierende Partei) ist signifikant, während SVP und FDP Gewinne verzeichnen. Die SVP gewann einen Sitz in der Regierung, was nach 18 Jahren ein bemerkenswerter Erfolg darstellt. Die SP wird als große Wahlverliererin identifiziert, während die SVP sich als resilient erweist trotz der Initiative-Niederlage.
Die Fakten: Die 10-Millionen-Initiative scheiterte – gleichzeitig legte die SVP in den Kantonen erneut zu.
Warum das wichtig ist: Die SVP ist die einzige Partei, die die 45 Prozent Immigrations-Skeptiker vertritt. Deshalb wird sie gewinnen und gewinnen.
Gewiss, das war eine Niederlage, heftig und in dieser Deutlichkeit nicht erwartet, was manche in der Führung der SVP am Sonntag recht zerknittert aussehen liess.
- Von einem Bevölkerungsdeckel wollte eine Mehrheit der Schweizer (und der Stände) nichts wissen. Dass der «Deckel» mit der Bedeutung, wie ihn die 10-Millionen-Initiative vorgesehen hatte, sich kurzzeitig in der Umgangssprache festgesetzt hat, zeigt, wie falsch er konzeptionell wohl war.
- Fixe Zahlen in der Verfassung? Im Zweifelsfall sagen die Schweizer Nein.