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SVP am Ende? Die kantonalen Wahlen in Graubünden, Glarus und Baselland zeigen das Gegenteil.

Die SVP erlebte trotz des klaren Scheiterns der 10-Millionen-Initiative einen eindrücklichen Wahlerfolg in mehreren Kantonen: In Graubünden wurde sie stärkste Kraft im Grossen Rat und überholte damit alle anderen Parteien, während die Mitte und die SP deutliche Verluste hinnehmen mussten; ...

SVP am Ende? Die kantonalen Wahlen in Graubünden, Glarus und Baselland zeigen das Gegenteil.
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Die Fakten: Die 10-Millionen-Initiative scheiterte – gleichzeitig legte die SVP in den Kantonen erneut zu.

Warum das wichtig ist: Die SVP ist die einzige Partei, die die 45 Prozent Immigrations-Skeptiker vertritt. Deshalb wird sie gewinnen und gewinnen.

Gewiss, das war eine Niederlage, heftig und in dieser Deutlichkeit nicht erwartet, was manche in der Führung der SVP am Sonntag recht zerknittert aussehen liess.

Klar, hinterher ist man immer klüger.

Was aber im allgemeinen Medienjubel über den unverhofften Kantersieg (der Medien und dem Rest des linksliberalen Establishments) unterging:

Die gleiche SVP, die bei der Volksabstimmung auseinandergenommen wurde, legte in den kantonalen Wahlen, die am Sonntag stattfanden, sehr deutlich zu. (Natürlich wurde darüber etwas unwilliger berichtet, wenn überhaupt):

Der Untergang der Mitte bzw. der CVP, die jahrzehntelang in Graubünden die dominante Partei schlechthin gewesen war, macht den Triumph der SVP umso bemerkenswerter. Zumal die SVP vor 18 Jahren eine Art Stunde Null erlebt hatte. Es gab gar keine SVP mehr, sondern nur noch die BDP. 

Zur Erinnerung: Nachdem sich die damalige SVP-Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf im 2007 gegen den Willen ihrer Partei anstelle von Christoph Blocher in den Bundesrat hatte wählen lassen, beschloss die erboste SVP, sie aus ihren Reihen auszuschliessen. Das hätte die Bündner Kantonalpartei vollziehen müssen, doch diese weigerte sich, so dass die Delegierten der schweizerischen SVP in einem sehr seltenen Akt, wenn man an die übliche Schweizer Parteiengeschichte denkt, entschied, die ganze Bündner SVP aus der Partei zu werfen. Diese gründete sich neu als BDP, und so existierte auf einen Schlag keine SVP mehr in Graubünden.

Natürlich haben nicht alle Bündner den seinerzeitigen Ausschluss ihrer SVP-Kantonalpartei goutiert – selbst, wenn sie gar nie SVP gewählt hatten.

Es war ein Sündenfall.

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Angesichts der Tatsache, dass die Mitte aus einer Fusion von CVP und BDP hervorgegangen ist, zeigt sich, dass diese Sünde der SVP wohl vergeben und vergessen ist. Die Bündner kehren von der BDP zur SVP zurück. Von der BDP wird bald nichts mehr übrigbleiben.

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass die SVP in den Augen der Wähler rehabilitiert ist, dann die Tatsache, dass die SVP es am Sonntag auch fertiggebracht hat, wieder einen Sitz in der Regierung zu erobern. 18 lange Jahre ist sie daran immer wieder gescheitert. Nun ist Valérie Favre Accola zur neuen Regierungsrätin der Volkspartei gewählt worden.

Der zweite, ebenso spektakuläre Erfolg glückte der SVP im Glarnerland:

Übrigens erweist sich auch die SP als kolossale Wahlverliererin dieses Wochenendes: Sowohl in Graubünden als auch in Glarus verliert sie Sitze: minus 5 (GR, von 25), minus 2 (GL, von 8). Das zum Thema, die Anti-Zuwanderungsinitiative habe die Linke maximal mobilisiert: Mag sein. Umso schlimmer aber für die Bündner und Glarner SP, wenn sie trotzdem verhungert sind.

Kurz, abgesehen von der Katastrophe, welche das deutliche Scheitern der 10-Millionen-Initiative ohne Frage bedeutet, hat sich die SVP als erstaunlich resilient herausgestellt.

Wie gestern bereits ausgeführt: Die kurzfristige Niederlage könnte sich in einen langfristigen Sieg verwandeln. Die SVP hat eine Schlacht verloren – aber nicht den Krieg.
 

Ich wünsche Ihnen einen fröhlichen Tag
 

Markus Somm

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