Die Fakten:
Donald Trump erklärt den Waffenstillstand mit Iran für aufgehoben.
Warum das wichtig ist:
Mit diesem Steinzeit-Regime kann man nicht verhandeln. Nur Krieg bringt Frieden.
Entnervt, vielleicht auch etwas peinlich berührt, da er – der beste Dealmaker der Weltgeschichte – sich von den Iranern über den Tisch hat ziehen lassen, liess Donald Trump seinen Gefühlen am Mittwoch an einer Pressekonferenz in Ankara freien Lauf:
- «Sie sind Lügner , sie sind Betrüger , das sind kranke Menschen.»
Dann erwähnte der amerikanische Präsident explizit die Zehntausenden von iranischen Oppositionellen , die das Regime im Januar auf offener Strasse abgeschlachtet hatte, und dass man auf das Wort der iranischen Unterhändler offensichtlich nichts geben könne:
- «Ich will mich nicht mehr mit ihnen herumschlagen ».
Game over.
Das war’s.
Wirklich? Selbstredend, was blieb ihm anderes übrig, erklärte Trump den
Waffenstillstand
für beendet, und um seine vielen Worte, an deren
widersprüchliche Diversität
und
verkürzte Halbwertszeit
wir uns mittlerweile gewöhnt haben, auch mit Taten zu unterlegen, liess er wenige Stunden später den Iran wieder
bombardieren
.
Gott sei Dank!
Damit keine Missverständnisse aufkommen:
Ich bin kein Freund des Krieges
, ich verabscheue Gewalt, ich hasse den Tod, und dennoch war es höchste Zeit, dass Trump wieder auf die Erde zurückkehrt – nach seinem Trip ins Nirwana des Pazifismus. Nur Krieg bringt im Nahen Osten den
Frieden
.
-
Mit den
iranischen Mullahs
kann man nicht verhandeln.
- Sie sagen das eine, tun das andere, sie lügen in kürzeren Abständen als sie atmen.
Diese Erfahrung haben vor Trump alle seine
Vorgänger
im Weissen Haus seit 1979 gemacht, ebenso die Europäer, die Israelis, ja sogar die Araber: Ein Regime, das auf Lüge und Gewalt beruht, kann nicht anders als zu lügen und Gewalt anzuwenden. Fragen Sie
Adolf Hitler
, er weiss, wovon ich spreche.
Gott sei Dank zum Zweiten, dass die Exponenten dieses Regimes so
dumm
sind – oder je nach Standpunkt: so
verblendet
.
-
Die
Strasse von Hormus
sei unser!
- Wir greifen Tanker an, wie es Allah passt!
Indem die Iraner das sogenannte Memorandum of Unterstanding systematisch unterminieren, das für sie unter dem Strich noch vorteilhafter schien, als was seinerzeit der milde Barack Obama ihnen zugestanden hatte, zwingen sie den zögerlichen oder je nach seiner Lust und Laune: schlauen Trump dazu, einzugreifen.
«Liars»!
Wer den
Macho aus Queens
so vor aller Welt vorführt, muss sich nicht wundern, wenn er einem eine Bombe an den Kopf wirft. Meine Prognose: Trump wird
keinen richtigen Krieg
mehr auslösen, sondern je nach Tagesform ein paar Bomben schicken, dann wieder etwas verhandeln, schliesslich wieder Bomben und Blockaden,
bis das Regime zerbricht
– ohne dass er sich diese Taktik allzu ausführlich zurechtgelegt hätte.
Denn was entgegen anderslautenden Meldungen nach wie vor gilt:
Die Zeit arbeitet nicht für den Iran
, wogegen Amerika alle Zeit der Welt hat, sofern Trump sein ADHS unter Kontrolle behält.
-
Wirtschaftlich am Boden, militärisch schwer getroffen, intern
von Machtkämpfen
zerrissen, müsste Irans Regime alles tun, um dieses Abkommen in trockene Tücher zu bringen.
- Sie tun es nicht. Warum? Siehe oben. Es fängt mit dumm an und hört mit arrogant auf.

Last but not least mag den Iranern die
eigene Propaganda
die Sinne vernebelt haben.
Zum einen scheinen sie tatsächlich davon überzeugt zu sein, dass Amerika
zu dekadent
ist, um einen längeren Krieg durchzuhalten. Wenn es offiziell auch der
«grosse Satan»
ist (Israel gilt als der «kleine»): in den Augen der Iraner ist das ein
Satan ohne Stamina
. Gibt es inzwischen in der amerikanischen Hölle nicht auch Air-Conditioning?
Zum andern wirken sie wie
Opfer ihres eigenen Opferkultes
: Im Glauben, der Westen spiele dem grossen Reich der Perser seit Jahrhunderten übel mit, können sie sich gar nicht vorstellen, dass der Westen je ein Abkommen abschlösse, das dem Iran einen Vorteil bietet. Kurz,
sie wissen nicht, was sie tun.
Und
Trump
? Mag sein, dass er es auch nicht weiss, doch wie es der britische Staatsmann
Winston Churchill
einmal ausgedrückt hat:
«Amerika tut immer das Richtige, nachdem es alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft hat.»
Ich wünschen Ihnen einen
ruhigen Wochenstart
– sofern sie nicht schon längst am Mittelmeer an der Sonne liegen.
Markus Somm
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