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Die Wette gilt, Herr Feusi!

Von Gastautor
Die Wette gilt, Herr Feusi!
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Camathias nimmt Feusi's Wette an, dass kein Arzt für die Deregulierung des Gesundheitswesens eintritt. Er erklärt, dass der ambulante Bereich stark reguliert ist, was zu einem Tarifdeckel führt und die Effizienz der Ärzte einschränkt. Die Annahme, dass Bezahlung nach Qualität und Resultat liberale Ansätze fördert, ist irreführend; sie führt zu mehr staatlicher Kontrolle. Ein Ergebnisvergütungssystem würde Ärzte dazu bringen, komplexere und weniger profitable Patienten zu vermeiden, was die Versorgung gefährdet. Camathias fordert eine echte Deregulierung, die vom Staat auferlegte Beschränkungen abbaut und freiere Marktbedingungen schafft.

Von Carlo Camathias

Dominik Feusi wettet, dass kein Arzt die Deregulierung des Gesundheitswesens fordert. Hier ist einer — und genau deshalb widerspreche ich seiner Lösung.

Dominik Feusi schliesst seinen Kommentar zum «Tarifdeckel» mit einer Wette: Die Ärzte, schreibt er, könnten ja für die Deregulierung des Gesundheitswesens streiten, für Bezahlung nach Qualität und Resultat, für die Abschaffung des Kontrahierungszwangs, nur werde das nie geschehen. Wettet jemand dagegen?

Ich nehme die Wette an. Ich bin Kinderorthopäde in eigener Praxis, Belegarzt, und ich halte den grössten Teil seiner Diagnose für richtig. Der ambulante Bereich ist bis in die Kapillaren hinein reguliert. Die Preise sind staatlich fixiert, der Kontrahierungszwang zwingt jede Kasse, mit jedem zugelassenen Arzt abzurechnen, und wer in einem preisfixierten System mit Abnahmegarantie sitzt, darf sich nicht wundern, wenn der Staat irgendwann eine Obergrenze einzieht. Der «Tarifdeckel» ist nicht der Sündenfall. Er ist die logische Folge einer Ordnung, in der niemand einen Preis aushandelt. Wer das Ganze verteidigt und nur den Deckel bekämpft, verteidigt seine Privilegien. Da hat Feusi recht, und ich sage es als einer, den dieser Deckel selbst trifft.

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