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Die J. S.-Bach-Stiftung erhält in Leipzig die Bach-Medaille für die Gesamtaufführung von Bachs Vokalwerk. Die Stiftung wurde 2006 gegründet und hat seitdem eine bedeutende Rolle in der Aufführung kulturerbewusster Musik in St. Gallen und der Ostschweiz gespielt. Die Aufführungen kombinieren Musik mit theologischen Reflexionen von Gastrednern, was zu positiven Rückmeldungen in Leipzig führt. Die Region hat sich als führender Hotspot für Bach und barocke Musik etabliert. Ein Mäzen hat entscheidend zur Förderung der Kultur in der Region beigetragen, ohne auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein. Die Nachfrage nach der Musik Bachs wächst unaufhörlich, was das Bedürfnis nach Spiritualität anspricht, das in modernen Kirchen oft fehlt.
Nicht in St. Gallen, nicht in der Schweiz – nein, im fernen Leipzig wurde eine private Leistung gewürdigt, die seit 20 Jahren öffentlich ein musikalisches Welt-Kulturgut auf höchstem Niveau pflegt: Die von Konrad Hummler gegründete private J. S.-Bach-Stiftung wird von der Stadt des Thomas-Kantors mit der Bach-Medaille ausgezeichnet.
Die höchste Auszeichnung im Bach-Universum wird verliehen für die Gesamtaufführung von Bachs Vokalwerk durch den Chor und das Orchester der Stiftung, die unter der Leitung von Rudolf Lutz zu einem der Spitzenensembles der weltweiten Bach-Szene aufgestiegen sind. Der Mäzen, der solches möglich macht, gilt wenig im eigenen Lande.
