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Zivildienstgesetz: Warum die Verschärfungen wenig ändern

Zivildienstgesetz: Warum die Verschärfungen wenig ändern
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Bundesrat und Parlament wollen den Zugang zum Zivildienst verschärfen. Ein Referendum von SP, Grünen und Zivildienstverband wird am 14. Juni 2026 stattfinden. Aktuell können viele junge Schweizer problemlos in den Zivildienst wechseln, was zu einem Anstieg der Zulassungen führt. Die neuen Regelungen sehen Mindestdienstzeiten und strengere Anforderungen vor, stoßen jedoch auf Kritik, da sie das Problem nicht grundlegend lösen. Die Gewissensprüfung, die 2009 abgeschafft wurde, könnte wieder eingeführt werden, um den Anstieg der Zivildienstler zu begrenzen.

Die Fakten: Bundesrat und Parlament wollen den Zugang zum Zivildienst erschweren. SP und Grüne haben gemeinsam mit dem Zivildienstverband und anderen linken Organisationen das Referendum ergriffen; am 14. Juni 2026 wird darüber abgestimmt.

Warum das wichtig ist: Viel bewirken werden die Verschärfungen wohl nicht. Nötig sind sie trotzdem. 

 

Der Hintergrund: Heute steht es jungen Schweizern faktisch frei, ob sie zur Armee oder in den Zivildienst gehen. Seit die Gewissensprüfung als Zulassungsverfahren zum Zivildienst 2009 abgeschafft wurde, müssen Gewissenskonflikte nur noch durch den sogenannten Tatbeweis belegt werden. Konkret bedeutet das, dass der Zivildienst 1,5-mal länger dauert als das Militär. Dass man im Zivildienst in der Regel normale Arbeitstage hat und die restliche Zeit zuhause verbringen kann, während man im Militär höchstens am Wochenende die Uniform ablegt, wird dabei nicht berücksichtigt. Die Bereitschaft einer Person, diese angebliche Mehrbelastung auf sich zu nehmen, wird als hinreichender Nachweis erachtet, dass eine Rekrutenschule (RS) nicht mit ihrem Gewissen vereinbar sei.

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