Ganz knapp: →
Der «Tag der finanziellen Freiheit» fällt 2023 auf den 21. Mai; bis dahin arbeiten Bürger für den Staat. 40% der Wirtschaftsleistung werden durch Steuern und Zwangsabgaben umverteilt, was das verfügbare Einkommen der Bürger stark reduziert. Die Fiskalquote beträgt laut Avenir Suisse 38,5% des Bruttoinlandsprodukts; Bürger geben 40 Rappen von jedem Franken ab. Der Termin des «Tags der finanziellen Freiheit» verschiebt sich im Schnitt um eine Woche pro Jahrzehnt nach hinten. Die vergleichsweise niedrigen Steuern werden durch hohe verpflichtende Abgaben wie Sozialversicherungen ausgeglichen. In der allgemeine Betrachtung sinkt die wirtschaftliche Freiheit in der Schweiz, ähnlich wie in Schweden und Frankreich. Der zentrale politische Diskurs stellt die Frage nach der Verantwortung des Staates gegenüber der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen.
Die Fakten: Laut einer Berechnung von Avenir Suisse fällt der «Tag der finanziellen Freiheit» dieses Jahr auf den 21. Mai. Erst ab diesem Datum können Bürger frei über ihr Einkommen verfügen. Zuvor fliesst alles, was sie verdienen, als Steuern und Gebühren an den Staat oder seine Sozialwerke. Die ersten 141 Tage des Jahres arbeiten wir für den Staat.
Warum das wichtig ist: Fast 40 Prozent der Wirtschaftsleistung werden heute verpflichtend umverteilt oder abgeschöpft. Das führt dazu, dass sich Leistung nicht mehr lohnt – und unterwandert damit das Fundament einer Gesellschaft freier Menschen.
Die Details: Die direkte Steuerbelastung durch Einkommens-, Vermögens-, Liegenschafts- und Motorfahrzeugsteuern erzählt nur einen Teil der Geschichte (20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts BIP). Denn zusätzlich kommen unter anderem hinzu:
- AHV-, IV-, und ALV-Beiträge der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber (6,5 Prozent des BIP.
- Krankenkassenprämien und Pensionskassenbeiträge, weil sie obligatorisch sind
- verpflichtende Unfallversicherungen, Familienzulagen
- SRG-Steuer (Serafe-Gebühren) und andere im Umfang von 12 Prozent des BIP.
