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Wie Nepal bei der Katastrophenvorsorge versagte

Wie Nepal bei der Katastrophenvorsorge versagte
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Bei der Flutkatastrophe am 26. August kamen 1367 Menschen ums Leben, über 5000 gelten als vermisst. Experten befürchten, dass der Klimawandel zur Katastrophe beitrug durch den Rückgang von Permafrost. Das Warnsystem war unzureichend; frühere Ereignisse wurden nicht genutzt, um die Alarmierung zu verbessern. Die Besiedlung hat sich in gefährdete Flusstäler verlagert, was das Risiko erhöht hat. Nepal sollte an eigenen Schwächen arbeiten, um zukünftige Katastrophen besser zu bewältigen.

Die Fakten: Bei der Flutkatastrophe Ende August kamen in Nepal mutmasslich mehrere Tausend Menschen ums Leben. Hätte das Land rechtzeitig in ein zuverlässiges Warnsystem investiert und zudem die Menschen davon abgehalten, sich in überschwemmungsgefährdeten Gebieten anzusiedeln, hätte es vermutlich weit weniger Todesopfer gegeben.

Warum das wichtig ist: Internationale Kommentatoren geben reflexmässig dem Klimawandel die Schuld an der Katastrophe. Nepal selber verlangt von Industrieländern sogar Entschädigungen, weil diese mit ihren CO₂-Emissionen das Unglück begünstigt haben sollen. Dabei geht vergessen, welche Versäumnisse in Nepal selbst begangen wurden.

Zitate:

  • «So eine Katastrophe haben die Menschen in der Himalaya-Region noch nie gesehen. Sie steht für die Veränderung der Natur durch den menschengemachten Klimawandel.» (Tages-Anzeiger, siehe hier)
  • «Wir brauchen doch ausgerechnet jetzt nicht auch noch die Leugner des Klimawandels in den Regierungen.» Nach der «Katastrophe von Nepal» müsse zudem klar sein, dass globale Probleme [gemeint ist hier der Klimawandel] nur durch internationale Zusammenarbeit bewältigt werden könnten (Franz-Walter Steinmeier, deutscher Bundespräsident, vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, siehe hier)
  • «Wir zahlen den ultimativen Preis für eine globale Krise, die wir nicht geschaffen haben.» (Shisir Khanal, Aussenminister Nepals, nach der Flutkatastrophe, siehe hier)

Aber:

  • «Wir haben versagt.» (Binod Parajuli, leitender Hydrologe bei Nepals Abteilung für Hochwasservorhersage, siehe hier)
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