Ganz knapp: →
Aline Trede und Balthasar Glättli sind nun in politischen Exekutivämtern und bezeichneten sich vorher als Unternehmer. Glättlis Unternehmen stellt seine Tätigkeit ein, während Tredes Büro Albatros weiterhin aktiv bleibt. Zunehmend arbeiten Politiker in politischen Beratungs- und Kampagnenfirmen, was zu einer verstärkten politischen Ausrichtung in ihrem beruflichen Alltag führt. Politische Selbstständige mit Agenturen können die Vorteile des Milizsystems gefährden, da sie primär in der politischen Beratung tätig sind. Die Erfahrungen von Unternehmern in der Politik könnten wertvoll sein, beinhalten jedoch Nachteile, wenn ihre Firmen eng mit politischer Kampagnenführung verbunden sind.
Die Fakten: Mit Aline Trede und Balthasar Glättli wurden zwei Politiker der Grünen in ein Exekutivamt gewählt, die sich selbst als Unternehmer bezeichnen. Beide Firmen sind im Bereich der Politikberatung und -kampagnen tätig. Glättlis Unternehmen stellt nun seine Tätigkeit ein, während Tredes Firma weiterlebt.
Warum das wichtig ist: Ein wichtiger Vorteil des Milizsystems ist, dass Politiker Lebens- und Berufserfahrung in den politischen Betrieb hineintragen können. Dies ist jedoch bei Tätigkeiten in Unternehmungen, die sich zu einem wesentlichen Teil mit Politik beschäftigen, nicht mehr gegeben.
