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Warum ich gegen die Revision des Zivildienstes bin

Warum ich gegen die Revision des Zivildienstes bin
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Volksabstimmung am 14. Juni zur Erschwerung des Zugangs zum Zivildienst. Markus Somm plädiert für die Abschaffung des Zivildienstes, da dieser die Armee schwäche. Der Autor bevorzugt den Zivildienst aufgrund seiner nützlichen gesellschaftlichen Beiträge im Vergleich zum Militärdienst. Kritische Erfahrungen während seiner Militärzeit: Leerlauf, sinnlose Übungen und Machtmissbrauch durch Vorgesetzte. Anhaltende Probleme in der Armee: Berichte über Schikane, Mobbing und Fehlverhalten von Führungskräften. Vorschläge zur Verbesserung: Fokus auf sinnvolle Ausbildung und Förderung eines gesunden Korpsgeistes innerhalb der Armee.

Am 14. Juni entscheidet das Schweizer Volk darüber, ob der Zugang zum Zivildienst erschwert werden soll (siehe hier). Das Ziel der Vorlage ist, diese Alternative zum Militärdienst unattraktiver zu machen. Markus Somm hat in zwei «Memos» dafür plädiert, nicht nur dieser Revision des Zivildienstgesetzes zuzustimmen, sondern den Zivildienst gleich abzuschaffen (siehe hier und hier). Denn: «Der Zivildienst zerstört die Armee.» Dieser sei ein «Fetisch der Linken», «überholt und ungerecht». Zu viele junge Männer würden sich heute für den bequemen Zivildienst entscheiden, womit der Armee dringend benötigtes Personal fehle.

Als ich 1988 in die Rekrutenschule einrücken musste (Infanterie, Liestal), gab es die Möglichkeit des Zivildienstes noch nicht. Aufgrund meiner Erfahrungen und Erkenntnisse würde ich heute aber sofort den Zivildienst wählen, wenn ich entscheiden müsste. Nicht etwa, weil ich ein Linker wäre oder grundsätzliche Gewissensnöte mit dem Militärdienst hätte. Und auch nicht, weil ich ein «Sensibelchen», ein «Drückeberger», ein «Faulenzer» oder sonstwas bin, was Markus Somm den Zivildienst-Leistenden so alles unterstellt. Sondern nur darum, weil ich überzeugt bin, dass ich als Hilfskraft in einem Pflegeheim, als Assistent in einer Schulklasse oder als Arbeiter zur Instandsetzung von Wanderwegen schlicht mehr Nutzen für die Gesellschaft erbringe. Entsprechend lehne ich es ab, den Zugang zum Zivildienst zu erschweren und werde am 14. Juni Nein stimmen.

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