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Die Schweiz hat kaum negative Auswirkungen von der Vermögenssteuer, weil andere Abgaben niedrig sind. Höhere Vermögenssteuern werden als problematisch angesehen, da sie die Wirtschaft schädigen und einen Standortnachteil verursachen könnten. Vermögenssteuern werden unabhängig von Erträgen auf den Vermögenswert erhoben und können zu einer hohen Steuerlast führen, sogar über die erzielten Gewinne hinaus. Historisch gesehen haben viele Länder Vermögenssteuern eingeführt und wieder abgeschafft, da diese wenige Einnahmen erzeugen und Kapitalflucht begünstigen. Die Schweiz ist eines von nur vier OECD-Ländern, das Vermögenssteuern beibehält, während andere Länder Probleme wie Steuervermeidung und Abwanderung wohlhabender Personen erleben.
Die Fakten: Die Schweiz erfährt nur deshalb kaum negative Auswirkungen von ihrer Vermögenssteuer, weil die restlichen Abgaben an den Staat vergleichsweise tief sind. Zu diesem Schluss kommt eine kürzlich veröffentlichte Analyse des Cato-Instituts in den USA. Die liberale Denkfabrik hat Vermögenssteuern in den OECD-Ländern verglichen.
Warum das wichtig ist: In der Schweiz werden immer wieder höhere Vermögenssteuern gefordert, auch auf Bundesebene. Das würde wohl nicht nur die schädlichen Folgen spürbar machen, sondern auch zu einem erheblichen Standortnachteil innerhalb der OECD führen.
Das Problem mit der Vermögenssteuer: Normalerweise werden Steuern auf verdientes Geld erhoben, wie den Lohn oder Gewinne von Unternehmen. Bei Vermögenssteuern ist es anders: Sie bemessen sich nach dem Wert des Vermögens und werden unabhängig davon fällig, ob ein Ertrag erzielt wird. Besitzt man zum Beispiel eine Vermögensanlage im Wert von einer Million Franken bei einer Vermögenssteuer von einem Prozent pro Jahr, ist der geschuldete Betrag jedes Jahr der gleiche, egal ob die Anlage ein oder zehn Prozent Rendite abwirft.
