Ganz knapp: →
Michael Schmid gewinnt den «Rostigen Paragraphen» für das Verbot von Plakatwerbung im öffentlichen Raum. Der Preis wurde zum 20. Mal von der IG Freiheit vergeben, um absurde bürokratische Regelungen auszuzeichnen. Schmids Vorschlag erhält 57 Prozent der Stimmen im öffentlichen Online-Voting und betrifft verschiedene Werbeflächen. Esther Keller belegt mit ihrem «Velo-Animateur»-Vorschlag Platz zwei (17 Prozent). Drittes Platz belegt das vegane Raclette-Projekt (12 Prozent), gefolgt von der OLMA-Säulirennen-Bürokratie (vierter Platz). Fünftplatzierter Oleg Gafner fordert eine Promillegrenze für Parlamentarier während Debatten. Die Verleihung fand in Zürich mit über 400 Teilnehmern statt.
Die Fakten: Für seinen Vorstoss, Plakatwerbung im öffentlichen Raum weitgehend zu verbieten, gewinnt der Stadtzürcher Parlamentarier Michael Schmid (Alternative Liste) den «Rostigen Paragraphen».
Warum das wichtig ist: Mit diesem Preis zeichnet die IG Freiheit zum 20. Mal besonders absurde Regelungen, überflüssige Vorstösse und bürokratische Auswüchse aus. Präsident Gregor Rutz hält fest: «Auch im Jubiläumsjahr zeigte sich: Der politische Erfindergeist kennt kaum Grenzen, wenn es darum geht, neue Vorschriften zu schaffen».
Das Ergebnis im öffentlichen Online-Voting fiel überraschend deutlich aus. Mit 57 Prozent der Stimmen setzt sich Schmids Forderung gegen die übrigen vier Nominationen durch. Von seinem Vorstoss betroffen wären nicht nur klassische Plakatstellen, sondern auch Werbeflächen an Haltestellen, in Trams, an Bahnhöfen oder an Gebäuden. Der Vorstoss wurde knapp überwiesen und liegt derzeit bei der Stadtregierung, die Vorschläge ausarbeiten muss, über die der Gemeinderat dann noch einmal zu befinden hat.
