Ganz knapp: →
Guy Parmelin beendet bald seine Amtszeit als Bundespräsident und kann ein Freihandelsabkommen mit China vorweisen. Es gibt Unsicherheiten über seinen Rücktritt im Jahr 2027, wobei gesundheitliche Probleme eine Rolle spielen. Spekulationen über eine mögliche Doppelvakanz im Bundesrat und den Nachfolgern sind im Umlauf. Céline Amaudruz wird als Favoritin für die Nachfolge genannt, während andere Kandidaten in Betracht gezogen werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Bundesratswahl in diesem Jahr beträgt etwa 60 Prozent, mit einer 80-prozentigen Chance, dass es sich nur um eine Einzelvakanz handelt.
Die Fakten: Das Jahr als Bundespräsident neigt sich für Guy Parmelin dem Ende zu. Mit dem fertig verhandelten neuen. Freihandelsabkommen mit China kann er einen grossen Erfolg verbuchen. Die Rückenprobleme des 66-Jährigen sind nicht besser geworden, im Gegenteil. Ganz Bern fragt sich: Geht er Ende Jahr oder bleibt er bis Ende 2027?
Die Einschätzung: Es gibt wenig Geheimeres als die Überlegungen von Bundesräten zu ihrem Rücktritt. Guy Parmelin ist seit bald elf Jahren Bundesrat. Niemand geht davon aus, dass er sich 2027 noch einmal für vier Jahre zur Wahl stellt. Amtsmüde wirkt der Waadtländer SVP-Bundesrat mitnichten. Das Ende seines (zweiten) Präsidialjahres wäre trotzdem die gute Gelegenheit, von der eidgenössischen Bühne abzutreten – nach insgesamt 23 Jahren. Besser kann es kaum noch werden, das geben selbst Kritiker zu. Ein Jahr dranhängen würde bedeuten, sich «contre cœur» für die Rahmenverträge ins Zeug legen zu müssen – mindestens im Nationalrat, eventuell sogar in einer Volksabstimmung.
Die Anzeichen: Offenbar haben sich die Rückenprobleme verschärft – oder machen mehr Mühe als auch schon. Und einige Termine seien abgesagt worden. Das ist nicht viel – aber wer würde ihm einen Rücktritt übel nehmen?