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Muschg kritisiert das Sonderfalldenken in der Schweiz. Er hebt die Bedeutung der direkten Demokratie hervor, die politische Minderheiten einbindet. In der Schweiz gibt es keine Brandmauern wie in Deutschland, was zu einer stabileren politischen Kultur führt. Muschg betont, dass Kompromisse und das Mitspracherecht von Minderheiten zentral sind. Der Bundesrat plant, die direkte Demokratie wegen EU-Recht zu unterminieren, was Muschg und die Volksrechte in Frage stellt. Die Schweiz sollte ihren Sonderfall bewahren, um ihre stabilen gesellschaftlichen und politischen Strukturen zu erhalten.
Dies gelesen: «Die Schweiz kann sich das Sonderfalldenken nicht mehr leisten.» (Adolf Muschg, tagblatt.ch, 31.7.2026)
Das gedacht: Im Vorfeld der Bundesfeier setzte sich Adolf Muschg in einem Interview im Tagblatt mit der Schweiz als Nation auseinander. Auch mit 92 Jahren findet der Schriftsteller kritische Worte zum Selbstverständnis der Schweiz. Er ist sich treu geblieben.
Dazu gehören seine Ausführungen zum Sonderfall Schweiz. Einmal mehr stellt er fest, dass dieser aus der Zeit gefallen ist. Wenig überraschend. Überraschender ist, dass seine weiteren Überlegungen im Grunde genommen das Gegenteil beweisen.