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Showdown in Bern: Warum so viele die UBS hassen. Die Medien spielen eine Rolle.

Showdown in Bern: Warum so viele die UBS hassen. Die Medien spielen eine Rolle.
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Der Ständerat entscheidet über Eigenkapitalanforderungen für die UBS. Larissa Rhyn kritisiert UBS-Chef Sergio Ermotti als arrogant und naiv, ohne dessen Aussagen konkret zu belegen. Der Artikel fordert eine faire und fundierte Berichterstattung und bezeichnet das Vorgehen Rhyns als aktivistischen Journalismus. Kritik an der Wahrnehmung der UBS und der Unternehmer in den Medien wird geäußert.

Die Fakten: Der Ständerat entscheidet heute, mit wieviel Eigenkapital die UBS ihre Auslandstöchter unterlegen muss.

Warum das wichtig ist: Wenn es um die UBS geht, lassen die Journalisten jede Fairness vermissen. Ein Beispiel aus dem Tages-Anzeiger.

 

 

 

 

Wer sich manchmal fragt, warum die Schweizer Bankiers einen derart miserablen Ruf haben, obschon sie so viel zum Wohlstand des Landes beigetragen haben, der muss nur wieder einmal eine Zeitung aufschlagen. Warum nicht den Tages-Anzeiger?

Larissa Rhyn, immerhin Bundeshauschefin des Zürcher Blattes, hat am Dienstag – kurz vor der wichtigen Debatte im Ständerat – einen Kommentar publiziert. Titel: «Ermotti zeigt, dass er die Schweiz nicht begriffen hat». Der Artikel beginnt so (Hervorhebungen mso):

  • «Wann wurden Sie zuletzt vor grossem Publikum als naiv dargestellt, als etwas dumm? Als ahnungsloses Schulmädchen? Finanzministerin Karin Keller-Sutter ist das am Sonntag passiert.»
  • «UBS-Chef Sergio Ermotti gab kurz vor dem Entscheid des Ständerats zur Bankenregulierung ausnahmsweise ein Interview. Und sagte im Wesentlichen: Alle, die seine Position nicht teilten, hätten es einfach nicht verstanden.»

Wenn auch Ermotti offenbar nichts begriffen hat, wir begreifen Rhyn: Ermotti ist der Prototyp des Bankers: arrogant (denn er stellt KKS als «etwas dumm» hin), ein Macho (er hält sie für ein «Schulmädchen») und arrogant zum Zweiten, weil er der NZZ «ausnahmsweise» ein Interview gewährt hat, also uns Journalisten sonst missachtet, was vielleicht das grösste Verbrechen ist, das ein vielbeschäftigter CEO eines Weltkonzerns begehen kann.

Kurz: Geht es nach Rhyn, bestätigt Ermotti, der erste Bankier des Landes, alle Vorurteile, die man über einen solchen Menschen haben kann. Doch worauf stützt die Autorin diesen Eindruck? Was ist der Beleg für diesen doch schwerwiegenden Vorwurf?

Auf nichts.

Ermotti hat nirgendwo und nie so etwas gesagt.

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