Zum Inhalt springen

Politiker und Medien auf Verbrecherjagd im «Fall Maisano»

Politiker und Medien auf Verbrecherjagd im «Fall Maisano»
00:00 / 00:00
🔊

Ganz knapp: →

Der Herzchirurg Francesco Maisano steht wegen mutmaßlich tödlicher Eingriffe in der Kritik. Die öffentliche Reaktion konzentriert sich auf Schuldzuweisungen, statt auf die Bedingungen medizinischer Innovationen. Medizin wird als Kunst betrachtet, die stark von individuellen Entscheidungen abhängt. In verschiedenen Kulturen zeigen sich Unterschiede in der Risikobereitschaft von Medizinern. Es fehlen umfassende Statistiken, die die Lebensqualität und Lebensjahre gegenüberstellen. Die gesellschaftliche Debatte spiegelt Vorurteile und Eigeninteresse wider, anstatt die komplexen Probleme des Gesundheitswesens zu beleuchten.

Wo liegt eigentlich der Skandal im «Fall Maisano», der diese Woche die Schlagzeilen beherrschte? Glaubt man den Schweizer Medien und den Politikern, die sich sogleich zu Wort meldeten, war der Schuldige schnell gefunden: ein Herzchirurg, dessen Risikofreude und Profitgier über 70 vorzeitige Todesfälle zur Folge hatten.

Die publikumswirksame Verbrecherjagd mitsamt der Forderung nach einer PUK verdeckt jene Probleme, über die man wirklich reden müsste: Zum Beispiel jenes, wie viele Opfer wir dem medizinischen Fortschritt zugestehen, damit zukünftige Opfer vermieden werden können.

Sponsored Content
Der Opel Corsa fährt jetzt elektrisch sportlich
100 PS machten den ersten Corsa GSi 1988 zum kleinen Spassmacher. Der neue Corsa GSE fährt elektrisch, leistet 281 PS und übersetzt den Hot-Hatch-Gedanken mit Sperrdifferenzial, Sportfahrwerk und starken Bremsen in die Gegenwart.