Ganz knapp: →
Rückgang der Kompetenzen bei Schweizer Jugendlichen seit 2012 in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Steigende Bildungsausgaben führen nicht zu besseren Leistungen, da diese auf Nivellierung statt auf Förderung ausgerichtet sind. Benachteiligte Jugendliche erreichen seltener Mindestkompetenzen, während die Ergebnisse privilegierter Schüler sinken. Zunehmende Migration und abnehmende Sprachkompetenz beeinflussen die Bildung negativ. Höherer Medienkonsum führt zu kürzeren Aufmerksamkeitsspannen und weniger Lesevergnügen. Der Einfluss von KI auf das Lernen mindert die Eigenständigkeit beim Problemlösen und Denken.
Die Kompetenzen der Schweizer Jugendlichen schrumpfen seit 2012. Egal ob Lesen, Mathematik oder Naturwissenschaften: Es geht nach unten. Dies hat die kürzlich veröffentlichte Pisa-Studie 2025 einmal mehr bestätigt. Die NZZ titelte dann auch konsterniert: Fast drei von zehn 15-Jährigen können kaum mehr richtig lesen. Das ist allerdings keine eidgenössische Spezialität. Den gleichen Trend können wir seit 2012 auch in vielen anderen OECD-Ländern beobachten. Die zunehmende Unfähigkeit zu rechnen und zu lesen, ist ein weit verbreitetes Phänomen.
In der Schweiz scheint die Entwicklung aber besonders paradox, da die Verschlechterung bei den PISA-Resultaten mit einer beträchtlichen Erhöhung der Ausgaben für obligatorische Schulen einhergeht. Im Jahre 2015 betrugen die Ausgaben pro Jahr noch knapp 21000 Franken pro Schüler und 2023 lagen sie bereits bei etwa 24 400 Franken pro Schüler, was einer Zunahme von etwa 16 Prozent entspricht. Da kommt der Verdacht auf, dass die Leistungen der Schüler, umso schlechter werden, je mehr Geld in das Bildungssystem gesteckt wird.
