Ganz knapp: →
52 Prozent der Stimmbürger unterstützen die SVP-Initiative zur Begrenzung der Zuwanderung. Unter FDP-Wählern stimmen 54 Prozent der Initiative zu, trotz der offiziellen Nein-Parole. Pascal Couchepin kritisiert die Initiative, während er selbst eine lange Abwesenheit aus der Politik hat. Er schlägt vor, über Zuwanderung zu diskutieren und persönliche Überzeugungsarbeit zu leisten. Couchepins Argumente werden als lächerlich und peinlich wahrgenommen, was die Erfolgschancen der Gegner der Initiative verringert.
Das ist passiert: Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass 52 Prozent der Stimmbürger der 10-Millionen-Schweiz-Initiative der SVP zustimmen wollen. Nur 46 Prozent sind dagegen (siehe hier). Die Initiative will die Zuwanderung begrenzen. Unter den Wählern der FDP stimmen sogar 54 Prozent zu, während nur 42 Prozent die Initiative ablehnen – entgegen der klaren Nein-Parole der Partei. Der ehemalige freisinnige Bundesrat Pascal Couchepin hat gegenüber dem Tages-Anzeiger die Umfrage-Ergebnisse kommentiert – und dabei Argumente aufgetischt, die ihn der Lächerlichkeit preisgeben (siehe hier).
Der Löli-Faktor: Zuerst einmal hätte sich der 84-Jährige fragen müssen, ob er als alt Bundesrat 17 Jahre nach seinem Rücktritt überhaupt der richtige Vertreter seiner Partei ist, um zu dieser Umfrage Stellung zu nehmen. Doch Couchepin ist bekannt dafür, dass er kaum eine Medienanfrage ablehnen kann.
Um doch noch ein Nein zur Initiative zu schaffen, rät er, «im ganzen Land und auf allen Ebenen Debatten zu führen». Schön, dass er endlich realisiert, dass über die Zuwanderung diskutiert werden muss. Er und seine Parteikollegen haben das leider jahrelang verschlafen.
