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Neutralitäts- und Kompass-Initiative: Wer Misstrauen sät, erntet Volksinitiativen

Neutralitäts- und Kompass-Initiative: Wer Misstrauen sät, erntet Volksinitiativen
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Vertrauen ist entscheidend für das Funktionieren von zwischenmenschlichen Beziehungen und Institutionen. Intakte Familien und kleine Unternehmen benötigen keine umfangreichen Regeln, wenn Vertrauen besteht. In der Schweiz gibt es ein hohes Vertrauen in die Regierung, bedingt durch die direkte Demokratie (62% Vertrauen). Gefährdung des Vertrauens entsteht durch die Taktiken des Bundesrates, insbesondere im Umgang mit dem Ständemehr und der EU-Integration. Kritische Haltung gegenüber der Aushebelung von Elementen des politischen Systems der Schweiz wie direkte Demokratie und Neutralität. Misstrauen führt zu einem erhöhten Regulierungsbedarf, was die Notwendigkeit von Initiativen zur Verteidigung politischer Werte unterstreicht.

Dies gelesen: «Je weniger sich die Beteiligten vertrauen, desto ausgiebiger wird reguliert.» (Quelle: Oliver Zimmer, Brüssel einfach?, S. 126)
Das gedacht: Intakte Familien und persönliche Freundschaften funktionieren ohne schriftliche Vereinbarungen. Die Grundlage des Zusammenlebens ist das gegenseitige Vertrauen.
Vergleichbares gilt für viele kleinere und mittlere Unternehmen. Anders als in der Konzernwirtschaft braucht es kein vierhundertseitiges Reglement, das den Umgang mit Lieferantengeschenken definiert.
Wer sich gegenseitig vertraut, braucht keine schriftlich fixierten Vorschriften. Man kann sich darauf verlassen, dass sich das Gegenüber an die stillschweigenden Regeln des Zusammenlebens hält.
Der Systemtheoretiker Niklas Luhmann hat dazu die wissenschaftliche Begründung geliefert: Vertrauen ist das mit Abstand wichtigste Mittel zur Reduktion sozialer Komplexität. Fehlt dieses Vertrauen, muss alles bis ins letzte Detail geregelt werden.