Zum Inhalt springen

Nach drei Asylgesuchen: SP-Richter kippen Wegweisung eines «angeblichen» Christen

Nach drei Asylgesuchen: SP-Richter kippen Wegweisung eines «angeblichen» Christen
00:00 / 00:00
🔊

Ganz knapp: →

Erster Asylantrag (2017): Abgelehnt aufgrund fehlender Kenntnisse im Christentum. Zweiter Asylantrag: Abgelehnt trotz Unterstützung durch eine Pfarrerin; irakische Behörden wären schutzwillig. Dritter Asylantrag (2020): Erfolg durch die Behauptung einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), die das Aussageverhalten beeinträchtige. Bundesverwaltungsgericht erteilte nach anfänglicher Ablehnung vorläufige Aufnahme wegen unzumutbarer Wegweisung. Fall illustriert, wie wiederholte Asylgesuche mit neuen Begründungen erfolgreich sein können und belastet das Asylsystem in der Schweiz.

Die Fakten: In fünf Jahren stellte ein Iraker drei Asylanträge in der Schweiz. Beim dritten hatte er Erfolg: Ein Trio aus SP-Richtern am Bundesverwaltungsgericht erteilte ihm eine vorläufige Aufnahme.
Warum das wichtig ist: Der Fall des Irakers zeigt, dass trotz fehlendem Asylgrund mit genug juristischer Ausdauer ein Bleiberecht in der Schweiz erwirkt werden kann.
Der «Nebelspalter» hat anhand von Gerichtsurteilen die juristische «Erfolgsstrategie» des abgelehnten Asylbewerbers rekonstruiert.