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Agrola schließt drei Wasserstoff-Tankstellen aufgrund geringer Fahrzeuganzahl, was das Ende der Wasserstoff-Mobilität in der Schweiz andeutet. Der Wasserstoff-Antrieb ist aufgrund der hohen Kosten und steigenden Energiepreise wenig konkurrenzfähig. Früheren Pläne zur Einführung von Wasserstofffahrzeugen sind gescheitert; aktuelle Zahlen zeigen nur 205 Wasserstoffautos und 56 Lastwagen. Infrastrukturprobleme und fehlende Fördermittel behindern den Ausbau der H₂-Mobilität in der Schweiz. Prognosen deuten darauf hin, dass der Fortschritt in der Wasserstoff-Mobilität frühestens 2027/2028 fortgesetzt werden könnte.
Die Ausgangslage: Das Unternehmen Agrola hat angekündigt, seine drei Wasserstoff-Tankstellen in Schötz, Rothenburg und Zofingen bis Ende Jahr zu schliessen (siehe hier). Die Zahl der mit Wasserstoff (H₂) betriebenen Fahrzeuge auf den Schweizer Strassen sei zu gering, um die Tankstellen auszulasten, heisst es seitens von Agrola.
Warum das wichtig ist: Vor einigen Jahren gab es hochtrabenden Pläne, den Wasserstoff-Antrieb im Verkehr zum Durchbruch zu bringen. Diese Pläne kamen aber nie zum Fliegen. Klimaneutraler Wasserstoff ist schlicht zu teuer. Die Schliessung der drei H₂-Tankstellen dürfte das Ende der Wasserstoff-Mobilität in der Schweiz einläuten.
Das Zitat: «Bis 2023 rollt eine Flotte von 1000 wasserstoffbetriebenen LKW von Hyundai über die Schweizer Strassen, welche weltweit die erste ihrer Art sein wird.» (Der südkoreanische Autokonzern Hyundai, der die Schweiz als Testmarkt für die H₂-Mobilität auserkoren hatte, 2019, siehe hier. Tatsächlich verkehrten 2023 dann nur rund 50 H₂-Lastwagen in der Schweiz)
