Ganz knapp: →
Schwangerschaftsabbrüche in der Schweiz sind zwischen 2017 und 2024 um 24 Prozent gestiegen. Die Gründe für diesen Anstieg sind unklar und werden selten ernsthaft diskutiert. Der abgelehnte Vorstoss im Berner Kantonsparlament wollte die Ursachen analysieren, wurde jedoch mit knapper Mehrheit abgelehnt. Organisationen geben keine konkreten Erklärungen, sondern allgemeine Floskeln zu den Abbruchsquoten. Mögliche Faktoren für den Anstieg könnten einfachere Abtreibungsmethoden, ein steigender Anteil ausländischer Frauen und die Urbanisierung sein. Die gesellschaftliche Wahrnehmung von Abtreibungen könnte sich ebenfalls verändert haben, was die Hemmschwelle für Frauen senkt.
Die Fakten: Die Quote an Schwangerschaftsabbrüchen in der Schweiz ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Wenn man nach den Ursachen dieser Zunahme fragt, stösst man fast nur auf Achselzucken.
Warum das wichtig ist: Zwischen 2017 und 2024 ist die Häufigkeit, mit der Frauen in der Schweiz abtreiben, um beachtliche 18 Prozent gestiegen (siehe hier). Eigentlich müsste die Suche nach den Gründen von grossem öffentlichen Interesse sein. Anscheinend interessiert das aber kaum jemanden.
Das Zitat: «Die Gründe für die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch sind vielfältig. Dies ist Ausdruck des Selbstbestimmungsrechts schwangerer Personen.» (Auskunft der Organisation «Sexuelle Gesundheit Schweiz» auf die Frage nach den Ursachen für mehr Abtreibungen)
