Ganz knapp: →
Jürg Halter kritisiert die blinden Flecken und den Druck zur Selbstidentifikation im Kulturbetrieb. Er sieht eine Abkehr von der Individualität hin zur Identitätspolitik, die ins Zentrum der Kultur rückte. Halter warnt, dass dies zu einem Ausschluss führe, da das Trennende betont werde. Er berichtet von Selbstzensur im Kulturbetrieb, sowohl aus Angst als auch aus Bequemlichkeit. Halter betrachtet sich als Verteidiger der liberalen Demokratie und lehnt alle Ideologien ab. Er kritisiert die zunehmende Verharmlosung des Antisemitismus und die Gefährdung der Werte der Aufklärung.
Der Berner Schriftsteller, Künstler und Freigeist über den Kulturbetrieb, die blinden Flecken der Linken und der zunehmende Antisemitismus. Halter warnt vor der Identitätspolitik der Linken, weil sie die Errungenschaft der Aufklärung infrage stelle. Und er erklärt, weshalb er Ideologien grundsätzlich ablehnt.