Ganz knapp: →
41% der muslimischen Jugendlichen stellen religiöse Vorschriften über nationale Gesetze. 46% sind bereit, «für den Glauben zu kämpfen und zu sterben». 65% der Befragten stimmen zu, dass islamische Regeln im Alltag gelten sollten. Diese Studie befragte über 1200 Jugendliche aus zehn ethnischen Gruppen. Religiosität korreliert stark mit Bildung – weniger religiöse Ansichten unter höher Gebildeten. Nur 47% der befragten syrischen Jugendlichen halten Demokratie für die beste Staatsform. Besorgnis über autoritäre Einstellungen und schwächere Zustimmung zur Demokratie unter Muslimen. Die Studie zeigt, dass radikale Ansichten nicht zwangsläufig Gewaltbereitschaft bedeuten, jedoch weit verbreitet sind. Integration der zweiten Generation wird als gescheitert angesehen; Assimilation wird als notwendige Forderung betrachtet.
Die Fakten: Eine Wiener Jugendstudie macht deutlich: Religiöser Fundamentalismus und antidemokratische Haltungen sind unter muslimischen Jugendlichen deutlich stärker verbreitet als unter anderen Gruppen. Ihre Religion ist ihnen wichtiger als die säkularen Gesetze.
Die Zahlen: Die Erhebung befragte über 1200 Teilnehmer im Alter von 14 bis 24 Jahren (zum PDF). Die wichtigsten Ergebnisse:
- 41 Prozent der muslimischen Jugendlichen sagen, religiöse Vorschriften stünden über österreichischen Gesetzen.
- 46 Prozent finden, man müsse bereit sein, «für den Glauben zu kämpfen und zu sterben».
- 65 Prozent stimmen zu, dass islamische Regeln «für alle Bereiche des Alltags» gelten.
- 53 Prozent wollen, dass Musliminnen in der Öffentlichkeit Kopftuch tragen.
- 36 Prozent der muslimischen Jugendlichen sagen, dass sich alle Menschen an die Regeln des Islam halten müssten.
