Ganz knapp: →
Daniel Jositsch tritt aus der SP aus, bleibt aber Ständerat und kandidiert 2027 als Parteiloser. Die Juso-Fraktion innerhalb der SP hat sich durchgesetzt, was Jositsch als Zeichen für eine zunehmend linke Ausrichtung der Partei sieht. Jositsch wird nicht von der Partei erneut nominiert, nachdem Jacqueline Badran sich ebenfalls bewirbt. Er kritisiert die SP-Politik als nicht mehrheitsfähig und wünscht sich eine Rückkehr zu sozialdemokratischen Werten. Die nächsten Wahlen werden spannend, da die SP mit Badran als Kandidatin antritt, während die Konkurrenz von FDP und SVP erwartet wird.
Die Fakten: Daniel Jositsch tritt nach 27 Jahren aus der SP aus. Er bleibt im Ständerat und kandidiert 2027 als Parteiloser.
Warum das wichtig ist: Der Juso-Flügel hat gewonnen – vorerst. Die SP wird auf links getrimmt. Doch das könnte die Partei den Sitz kosten.
Das sind die Gründe: Die Situation in der SP habe sich in den vergangenen Wochen gewandelt, sagte Jositsch an der eigens für die Ankündigung einberufenen Medienkonferenz. «Die Parteileitung will einen klaren Linkskurs.» Der sogenannte sozialliberale Flügel, dem er sich zugehörig fühle und zu dem er sich als «letzter Exponent im Bundeshaus» offen bekenne, werde inzwischen nicht mehr akzeptiert.
- Der Entscheid der Delegierten, ihn nicht mehr aufzustellen, sei ein «klares Zeichen, dass man den sozialliberalen Flügel nicht möchte», so Jositsch.
- Deswegen habe er sich entschieden, die Partei zu verlassen.
