Ganz knapp: →
Klimawandel ist eine Realität, die die Schweiz beeinflusst, aber ihre Maßnahmen haben global wenig Effekt. Trotz des geringen Beitrags der Schweiz zum Treibhausgasausstoß bleibt die Politik dogmatisch und fordert drastische Reduktionen. Es wird angeregt, die Klimapolitik auf Anpassung statt auf Treibhausgasreduktion auszurichten. Notwendige Anpassungen: Nutzung von Klimaanlagen, Ausbau der Kernkraft, Verbesserung der Wasserversorgung und Förderung von Innovation. Wohlstand wird als Voraussetzung für Anpassungsfähigkeit hervorgehoben; dogmatische Ansätze der grünen Parteien sollten überdacht werden. Forderung nach einer ehrlichen, wissensbasierten Klimapolitik, die sich an der Realität orientiert.
Die Fakten: Wer dieser Tage durch die Schweiz fährt, benötigt keinen Klimabericht, um festzustellen, dass es heiss ist. Die entscheidende Frage ist nicht, ob sich das Klima verändert. Das tut es. Die Frage ist, wie stark und was die Schweiz vernünftigerweise dagegen tun kann.
Die unbequeme Antwort lautet: sehr wenig. Trotz Sommerhitze bleiben ein paar Dinge, wie sie sind:
Selbst wenn die Schweiz ihren Ausstoss an Treibhausgasen morgen auf null reduzieren würde, änderte dies am globalen Klima nichts. Der Anteil der Schweiz am weltweiten Ausstoss an Treibhausgasen liegt im Promillebereich. Das ist keine Absage an Klimaschutz, sondern eine nüchterne Feststellung über die Grössenordnungen. Wer das ins Feld führt, ist kein Klimaleugner, sondern ein Realist.
Seit elf Jahren setzt die internationale Klimapolitik auf die Vorstellung, die Schweiz und andere westliche Staaten müssten nur mit drastischen Massnahmen vorangehen, damit die grossen Emittenten China, die USA und Indien sich vom guten Beispiel überzeugen lassen. Das ist der Kern des Versprechens des Klimaabkommens von Paris von 2015. Doch nach mehr als einem Jahrzehnt sollte man den Mut haben, eine Illusion als solche zu benennen. Die grossen Emittenten verfolgen ihre nationalen Interessen – und richten sich nicht nach der Schweizer Klimapolitik.