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Das Bundesamt für Sozialversicherungen prognostiziert, dass der Invalidenversicherung bis 2031 das Geld ausgeht. Der Anstieg der Neurenten, insbesondere wegen psychischer Erkrankungen, ist diese Entwicklung maßgeblich verantwortlich. Im Jahr 2025 beantragten 50% der Neurentenbezieher eine Rente aufgrund psychischer Erkrankungen. Zugang zu IV-Renten wurde seit 2016 erleichtert, was zu einem Anstieg der Neuanmeldungen geführt hat. Arbeitgeber könnten an einer Abhaltung psychisch Erkrankter vom Arbeitsmarkt interessiert sein, da diese zusätzliche Schwierigkeiten bereiten. IV-Experten finden es einfacher, Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen, was zu einer Zunahme der entsprechenden Anträge führt und die finanziellen Probleme der IV verschärft.
Am letzten Donnerstag hat das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) düstere Perspektiven zur Finanzlage der Invalidenversicherung (IV) präsentiert. Gemäss Referenzszenario geht der IV im Jahr 2031 das Geld aus. Das noch vorhandene Kapital von heute noch 3,5 Milliarden Franken ist dann weg.
Der Grund dafür ist klar. Die Neurenten nehmen seit 2016 stark zu. Im Jahr 2025 gab es in der Schweiz insgesamt 25’200 Neurentenbeziehende (Zahlen: IV-Statistik 2025). Dieser Anstieg wird durch eine Zunahme psychischer Erkrankungen vor allem bei jungen Erwachsenen (18 bis 24), aber auch bei Personen kurz vor der Pensionierung (60 bis 64), verursacht.
Im Jahr 2025 wurde insgesamt jede zweite Neurente aufgrund einer psychischen Krankheit gesprochen und dieser Anstieg dürfte sich weiter fortsetzen. Alle übrigen Invaliditätsursachen (Unfall, Knochen und Bewegungsorgane, Nervensystem, Geburtsgebrechen) blieben seit 2016 hingegen mehr oder weniger konstant.
