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Island, die EFTA und die Schweiz: Steht Europas zweite Seele auf dem Spiel?

Island, die EFTA und die Schweiz: Steht Europas zweite Seele auf dem Spiel?
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Referendum in Island über EU-Beitrittsverhandlungen am 29. August 2026 könnte bedeutenden Einfluss auf EWR und EFTA haben. Europäische Integration ist dual aufgebaut: supranational (EU) und wirtschaftlich (EFTA/EWR). EFTA und EWR ermöglichen kleine Staaten, ihre Souveränität zu wahren und trotzdem Zugang zum Binnenmarkt zu behalten. Die Bedeutung der rechtlichen und kulturellen Traditionen zwischen EFTA-Staaten und der EU sollte respektiert werden. Umfragen zeigen in Island eine unsichere Tendenz zum EU-Beitritt; Island hat bereits Zugang zum Binnenmarkt über EWR und benötigt keine dringend Kontakte zur EU.

Das auf den 29. August 2026 angesetzte Referendum über die Frage, ob Island Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union aufnehmen soll, wird auf dem Kontinent kaum beachtet – zu Unrecht. Es könnte über das Schicksal des Europäischen Wirtschaftsraums und der EFTA entscheiden, der auch die Schweiz angehört. Deshalb sollte es Anlass zu grundsätzlichen Überlegungen darüber sein, wie Europa institutionell geordnet ist und welche Rolle EWR und EFTA dabei spielen.

Von Anfang an ist die europäische Integration von zwei unterschiedlichen «Seelen» geprägt worden. Die eine ist die supranationale und politische, verkörpert durch EWG, EG und heutige EU. Die andere ist die wirtschaftlich ausgerichtete, souveränitätsschonende der EFTA und später des EFTA-Pfeilers des EWR. Diese Dualität war bereits in den Nachkriegsverträgen von 1957 und 1960 angelegt, als EWG und EFTA gegründet wurden.

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