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Äthiopien verbietet 2024 als erstes Land den Import von Verbrennerfahrzeugen. Ziel ist es, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen; bis 2035 soll der Treibhausgasausstoß um 70 % sinken. Elektromobilität hat zugenommen, jedoch leidet die Bevölkerung unter unzureichenden Lademöglichkeiten und hoher Kosten für Elektroautos. Nur 50 % der Bevölkerung hat Zugang zu Elektrizität; häufige Stromunterbrechungen erschweren die Nutzung von Elektrofahrzeugen. Anhaltende Probleme könnten die wirtschaftliche Entwicklung gefährden und die Armut erhöhen.
Die Fakten: Äthiopien hat 2024 als erstes Land der Welt den Import von Autos mit Verbrennungsmotor verboten. Die internationale Presse zeigt sich begeistert darüber. In Wirklichkeit nehmen die Probleme wegen des erzwungenen Umstiegs auf die Elektromobilität zu.
Warum das wichtig ist: Es tönt wie ein schlechter Witz, dass ausgerechnet ins afrikanischen Entwicklungsland Äthiopien mit seiner unzuverlässigen Stromversorgung nur noch Elektrofahrzeuge importiert werden dürfen. Doch Äthiopien hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Man kann nur hoffen, dass das gut geht.
Das Zitat: «Mein Auto aufzuladen war eine Herausforderung. Ersatzteile aus China sind teuer, Mechaniker haben Schwierigkeiten bei Reparaturen, und der Wiederverkaufswert ist gering.» (Erfahrungen des Äthiopiers Awgachew Seleshi mit der Elektromobilität in seinem Land, siehe hier)
