Ganz knapp: →
Über 50 Prozent der medizinisch geprüften angeblich minderjährigen Asylsuchenden sind als Erwachsene entlarvt worden. 86 Prozent der Asylsuchenden haben keine Ausweispapiere, die ihr Alter belegen. Der Anteil an Altersüberprüfungen durch das Staatssekretariat für Migration nimmt ab (von 42,4 % in 2016 auf 34,9 % in 2024). Die Kosten für medizinische Altersgutachten sind rapide gestiegen, von unter 500.000 CHF pro Jahr auf über 2.000.000 CHF. Die Praxis des Altersmissbrauchs könnte Anreize für Asylsuchende schaffen, die aus Ländern mit geringen Asylchancen stammen.
Die Fakten: Die Antwort von SP-Justizminister Beat Jans auf Fragen von SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann zeigt: Bei immer mehr angeblich minderjährigen Asylanten wird mittels Altersgutachten festgestellt, dass sie Erwachsene sind – und 86 Prozent haben keinen Ausweis.
Warum das wichtig ist: Die Zahlen belegen, was der «Nebelspalter» bereits letzte Woche berichtet hatte. Immer mehr Asylsuchende versuchen, sich mit falschen Altersangaben ein Aufenthaltsrecht zu erschleichen.
