Ganz knapp: →
2026 war einer der heißesten Sommer mit Rekordtemperaturen in Europa und den USA. Hitzewellen sind historisch, z.B. der Dust Bowl in den 1930er Jahren und der "Jahrhundertsommer" 1945. Die Auswirkungen des Klimawandels sind nach wie vor akut, aber die Resilienz der modernen Gesellschaft ist stärker. Die Sorgen der heutigen Bevölkerung über Hitzewellen sind im Vergleich zu historischen Notlagen eher gering. Markus Somm betont die relative Stabilität und den Reichtum westlicher Gesellschaften im Angesicht solcher Herausforderungen.
Die Fakten: 2026 ist einer der heissesten Sommer seit langer Zeit.
Warum das wichtig ist: Mag sein, dass der Klimawandel die Lage verschärft, doch die Menschheit schwitzt nicht zum ersten Mal. Beispiele aus der Geschichte.
Am 22. Juni 2026 mass man in Andújar, Spanien eine Temperatur von 45,1 °C, das war bisher der europäische Spitzenwert der Hitze in diesem sehr heissen Sommer.
Wenn wir auch schwitzen, schnaufen und schimpfen: 2026 ist trotzdem nicht der erste heisse Sommer, den die Menschheit erlitten hat. Klimawandel hin- oder her.
- So war etwa der Sommer 1945 ähnlich trocken, insbesondere in Teilen Frankreichs wurden damals Temperaturen von über 40 °C festgestellt.
- Man sprach von einem «Jahrhundertsommer», was allerdings wohl eher psychologisch als meteorologisch gemeint war: Nach sechs Jahren Weltkrieg herrschte endlich wieder Frieden, und es strahlte die Sonne, buchstäblich und im übertragenen Sinne.