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Jürgen Habermas gilt als einflussreicher Denker der Kritischen Theorie, dessen Werk Generationen von Intellektuellen prägte. Trotz seiner Beteuerung zur vernünftigen Kommunikation bleibt die gesellschaftliche Realität angespannt und herausfordernd. Kritische Auseinandersetzungen mit Habermas’ Ansichten wurden oft zurückgewiesen, was eine unreflektierte Wertschätzung seiner Lehren zur Folge hatte. In der Schweiz gibt es ebenfalls eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, doch könnte die Gesellschaft auch von anderen Denkansätzen profitieren. Die Schweiz ist historisch nicht denselben Herausforderungen ausgesetzt wie Deutschland und bedarf nicht der Überzeugung durch einen Philosophen, um den Austausch über politische Themen zu fördern.
So viel Philosophie war schon lange nicht mehr: Die Nachrufe auf den deutschen «Meisterdenker» Jürgen Habermas füllten Zeitungsseiten noch und nöcher. Kein Wunder: Der «Gigant der Philosophie» hat eine Generation linker und «linksliberaler» Intellektueller geprägt, auch hierzulande. Und ein Leben lang in hochkomplizierter Sprache eine Banalität verkündet: Die Notwendigkeit, vernünftig miteinander zu reden. Genützt hat es, wie die Gegenwart zeigt, immer weniger.
