Ganz knapp: →
Schweiz hat in 20 Jahren 6 % mehr bebaute Fläche. Zunehmende Urbanisierung führt zur Verdrängung von Natur und diverser Bauqualität. Städte entwickeln sich ohne klare architektonische Visionen. Verdichtung wird gesucht, aber Hochhäuser werden abgelehnt. Architektonische Beliebigkeit prägt das Landschaftsbild, oft ohne ästhetische Ansprüche. Zukünftige Auszeichnungen für Ortsbildpflege könnten aufgrund geringer Standards einfacher werden.
Die be- resp. verbaute Fläche der Schweiz hat in den letzten 20 Jahren um rund 6 % zugenommen. Rechnet man für das Baugewerbe nur bedingt attraktive Zonen wie das Matterhorn oder den Aletschgletscher mal weg, bleibt in der Restschweiz immer weniger Platz für Neues. Gefühlt ist ja eh schon das ganze Land zu einer einzigen, durchgängigen Siedlungsfläche mutiert. Entlegene Käffer wurden von wuchernden Agglomerationen verschlungen, Gemeindegrenzen lassen sich nur noch anhand von Ortsschildern oder Steuersätzen identifizieren, und sieht man eine Blumenwiese, sollte man diese subito fotografieren, weil schon morgen ein Baugespann auf ihr stehen könnte.
