Ganz knapp: →
Sophie Michaud Gigon glaubt, dass Frauen weniger Kriege führen. Studien zeigen, dass 36% weiblicher und 30% männlicher Führungspersonen Konflikte initiierten. Königinnen waren 27% häufiger in Kriege verwickelt, jedoch ist unklar, ob dies auf ihre Eigenschaften zurückzuführen ist. Es gibt keinen robusten Konsens, dass Frauen friedlicher agieren als Männer in Führungspositionen. Historische Beispiele belegen, dass viele weibliche Führer auch kriegerisch waren, z. B. Kleopatra und Margaret Thatcher. Argumente, dass Frauen friedfertig sind, sind oft unbegründet und nicht durch Beweise gestützt.
Die Ausgangslage: Sophie Michaud Gigon, Nationalrätin der Grünen aus dem Kanton Waadt, ist überzeugt, dass es der Welt besser ginge, wenn mehr Frauen in einer Machtposition wären. «Alle verrückten Staatsoberhäupter dieser Welt sind Männer», sagte sie kürzlich zum «Tages-Anzeiger». «Frauen führen weniger Krieg, weil sie sozialer, vernetzter und nachhaltiger denken.» (siehe hier)
Warum das wichtig ist: Ukraine, Gaza, Sudan, Iran – in der Tat wird die Welt in letzter Zeit von besonders vielen Kriegen heimgesucht. Doch stimmt es tatsächlich, dass Frauen friedfertiger sind und weniger oft Krieg führen als Männer, wenn sie an der Macht sind?
Das Zitat: «Keine zwei Länder, die von Frauen geführt werden, würden jemals gegeneinander Krieg führen.» (Sheryl Sandberg, US-Managerin, siehe hier)
