Ganz knapp: →
83 % der Bevölkerung erachten die Schweizer Armee als notwendig, der höchste Wert seit dem Kalten Krieg. 29 % kritisieren die Verteidigungsausgaben als zu niedrig, Rekordwert seit 1986. 78 % würden sich im Kriegsfall verteidigen, 85 % unterstützen nichtmilitärische Hilfeleistungen. Kritik an der Neutralität: Nur 54 % glauben, dass sie die Schweiz von Konflikten abhält; 59 % denken, bewaffnete Neutralität sei nicht mehr glaubwürdig. 31 % unterstützen die Entsendung von Schweizer Truppen zur Hilfe angegriffener Nachbarstaaten. Pessimismus in der Bevölkerung nimmt zu: 86 % erwarten Verschlechterungen der weltpolitischen Lage in den nächsten fünf Jahren.
Die Fakten: Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen gewinnt die Schweizer Armee weiter an Bedeutung, wie aus der Jahresstudie «Sicherheit» hervorgeht: Demnach liegt der Anteil der Stimmbevölkerung, der die Armee als notwendig erachtet, auf einem der höchsten Werte seit dem Ende des Kalten Krieges – der Anteil, der die Verteidigungsausgaben als zu tief erachtet, liegt gar auf dem höchsten Wert seit Messbeginn.
Warum das wichtig ist: Die wachsende Bedrohungswahrnehmung durch geopolitische Spannungen führt zu einem Meinungsumschwung und lässt die Unterstützung für die Armee sogar bei Jungen und Linken wachsen.
