Ganz knapp: →
Daniel Jositsch wurde von der Zürcher SP nicht für die Ständeratswahl nominiert. Kritik an Jositsch basierte auf seiner pro-israelischen Haltung und Äußerungen zum UNRWA. Die SP hat historisch Antisemitismus bekämpft, doch heute stellen einige Mitglieder Israel auf eine Stufe mit dem Dritten Reich. Die Entscheidung könnte langfristige negative Konsequenzen für die SP haben. Die Partei hat ihren Nimbus der Anständigkeit verloren und entwickelt sich zunehmend in eine linksbürgerliche Richtung.
Die Fakten: Die Zürcher SP nominiert Daniel Jositsch nicht mehr zur Wiederwahl als Ständerat. Er bleibt bis Ende 2027.
Warum das wichtig ist: Wer Israel verteidigt, hat es neuerdings schwer in der SP. Vom moralischen Bankrott einer einst anständigen Partei.
Wenn es etwas gab, was Helmut Hubacher, den einstigen SP-Präsidenten, immer wieder beschäftigte, dann der Holocaust.
- Ob es daran lag, dass seine Mutter eine Deutsche war
- oder dass eines seiner Vorbilder Walther Bringolf hiess, ein Sozialdemokrat, der während des Krieges manchen jüdischen Flüchtlingen geholfen hatte, was er konnte, weil er Stadtpräsident von Schaffhausen war: Ich weiss es nicht.