Ganz knapp: →
Trump sprach in seiner Rede über die Vernichtung des iranischen Regimes, nicht der Nation. Medien berichteten verzerrt und übertrieben über seine Äußerungen. Der Redner kritisiert die journalistische Praxis, Trump häufig nicht wohlwollend zu zitieren. Trump neigt dazu, provokante Äußerungen zu machen, die ernsthafte Folgen haben können. Die auffällige Missinterpretation von Trump’s Aussagen wird als bösartige journalistische Übertreibung angesehen.
Die Fakten: Donald Trump droht in einer Rede vor der Uno-Generalversammlung, das iranische Regime zu «vernichten».
Warum das wichtig ist: Was Trump nicht gesagt hat: Dass er die «iranische Nation auslöschen» werde. Beispiel 2 für miserablen Journalismus.
Natürlich hatten die Journalisten am Dienstag wieder das, was die Amerikaner einen Field Day nennen und wir Schweizer ein Chäferfest:
- Trump hält eine Rede und übertreibt ein bisschen.
- Also übertreiben die Journalisten auch ein bisschen.
Wie sie das tun?
So, wie wenn man ein Interview von Sergio Ermotti (UBS) interpretiert, indem man diesen gar nicht zitiert oder dann mit Absicht falsch versteht – ich habe gestern darüber ein Memo verfasst.
Bei Trump ist das inzwischen zu einer Kunstform geworden.
