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Alfred Kammer warnt vor drohender Wirtschaftskrise in der EU, verursacht durch strukturelle Probleme. Die Schweiz ist stark mit der EU verknüpft; nahezu die Hälfte ihrer Exporte geht in diese Region. EU hat Menschen, Technologie und Ersparnisse, leidet jedoch seit 2010 unter schwachem Wachstum. Zersplitterte Kapitalmärkte, nationale Regelwerke und begrenzte Arbeitsmobilität bremsen die Produktivität und das Wachstum. Hohe Energiepreise und ineffiziente Netze sind Herausforderungen in der Energiepolitik der EU. IWF fordert ein einheitliches Regelwerk, einen echten europäischen Kapitalmarkt sowie mehr Arbeitsmobilität. Potenziell könnte eine vollständige Integration des Binnenmarkts die Produktivität um 20 % steigern.
Die Fakten: In einer Rede in Paris warnte Alfred Kammer, Europadirektor des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor einer drohenden Wirtschaftskrise in der EU. Seine Diagnose: Europas Wachstumsschwäche liegt nicht an fehlendem Geld, Talent oder Technologie – sondern an strukturellen Problemen innerhalb der EU. (IMF)
Warum das wichtig ist: Die Schweizer Industrie ist wirtschaftlich stark mit der EU verbunden, knapp die Hälfte der Güterexporte geht in den EU/Efta-Raum. Die Schweiz erwirtschaftet rund 12 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung im Binnenmarkt der EU.

