Ganz knapp: →
Kritik an der Schweiz wegen überhöhter Hitze-Todesfälle unter Senioren. Vorschläge zur Verbesserung: zusätzliche Beschattung, Wasserelemente, städtische Begrünung, Frühwarnsysteme. Ablehnung von Klimaanlagen aufgrund hoher Energiebedarfe und negativer städtischer Auswirkungen. Politische Forderungen zur Reduzierung von Autos in Innenstädten und zur Bekämpfung des Klimawandels. Hinweis auf widersprüchliche Gesundheitsproblematik: Kälte als größeres Problem, jedoch keine Kältebeauftragte vorhanden.
Das ist passiert: Die Hitzebeauftragte der Vereinten Nationen macht der Schweiz den Vorwurf, vorsätzlich Hunderte von Menschen wegen Hitze sterben gelassen zu haben. Gleichzeitig erteilt sie Klimaanlagen gegen zu hohe Temperaturen eine Absage: «Zu glauben, sie seien eine Lösung, wäre völlig falsch.»
Der Löli-Faktor: In der Schweiz reagiert man meist empfindlich, wenn sogenannte Experten aus dem Ausland Ratschläge erteilen, wie man in unserem Land zu leben hat. Eleni Myrivili scheint sich dessen nicht bewusst zu sein. Vielmehr liest die griechische Professorin für Anthropologie der Schweiz in einem Interview mit den CH-Media-Zeitungen die Leviten (siehe hier).
Denn in der Schweiz sind in diesem Sommer rund 340 Senioren mehr gestorben, als statistisch zu erwarten war – mutmasslich wegen der hohen Temperaturen. «Diese Todesfälle hätten verhindert werden können», doziert Myrivili, die seit 2023 als erste Hitzebeauftragte der Uno amtiert – um quasi mit erhobenem Zeigefinger anzufügen: «Dafür gibt es keine Entschuldigung – wirklich keine.»
