Ganz knapp: →
Die Betreuung einer Flüchtlingsfamilie in Wattwil kostet die Gemeinde jährlich 400.000 Franken. Der Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner informierte über diese Kosten, jedoch ohne Details aufgrund von Datenschutzbestimmungen. Linke Politiker kritisieren Gunzenreiner wegen möglicher Diskriminierung und fordern eine anonymisierte Darstellung der Sozialkosten. Die Kosten beinhalten unter anderem eine teure Fremdplatzierung eines Kindes und andere Unterstützungsleistungen. Gunzenreiner sieht sich als Erfüller der Informationspflicht, während die öffentlichen Reaktionen gemischt sind.
Die Fakten: Für die Betreuung einer Flüchtlingsfamilie muss die St. Galler Gemeinde Wattwil jährlich 400’000 Franken hinblättern. Die Öffentlichkeit darf jedoch nicht erfahren, wie diese horrende Summe zu begründen ist.
Warum das wichtig ist: Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner (Mitte) hat an einer Versammlung der Gemeinde über diese Asylantenfamilie informiert. Weitere Details zu diesem Fall darf er aber wegen des Datenschutzes nicht nennen. Trotzdem werfen linke Politiker Gunzenreiner nun vor, seine Kompetenzen überschritten zu haben.
Das Zitat: «Ein einzelner Sozialfall wird zum Politikum gemacht und eine Familie öffentlich problematisiert.» (Mitteilung der SP Toggenburg, die sich «empört» darüber zeigt, dass der Wattwiler Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner die Kosten wegen dieser Flüchtlingsfamilie publik gemacht hat, siehe hier)
