Ganz knapp: →
Der 1. August 2006 brachte die neue deutsche Rechtschreibung, die jedoch nicht vereinfachte, sondern für Verwirrung sorgte. Bildungspolitiker fehlte das nötige Fachwissen, was zu problematischen Änderungen führte. Neue Regeln führten zu vermehrten Schreibvarianten und machten die Rechtschreibung komplizierter. Eine Schweizerische Orthographische Konferenz setzt sich für eine klare und einheitliche Rechtschreibung ein. Die Reform spiegelt die Defizite der Bildungspolitik wider, die das Lesen und Zuhören vernachlässigt.
Der 1. August ist zumindest in diesem einen Fall kein Jubiläum, auf das man stolz sein kann: Am 1. August 2006 trat die neue deutsche Rechtschreibung offiziell in Kraft. Doch was die deutsche Kultusministerkonferenz, willfährig unterstützt von der schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK), damit anrichtete, war nicht die vollmundig angekündigte Vereinfachung und Erleichterung des Schreibens für die Schüler, sondern ein Chaos, in dem sich seither kaum einer mehr auskennt. Das ist verheerend in einer Zeit, in der die Sprachkompetenz ohnehin laufend abnimmt.