Ganz knapp: →
Simon Michel übt Druck auf die Stellenmeldepflicht aus, um Inländervorrang zu fördern. Die vorgeschlagene Senkung des Arbeitslosigkeitsgrenzwerts von 5 auf 3 Prozent hat als Hauptziel, die Einwanderung zu regulieren. Die bisherige Erfolgsquote der Stellenmeldepflicht liegt bei nur 1 Prozent, was die Maßnahme als ineffektiv kennzeichnet. Die Geschäftsprüfungskommission bestätigt, dass die Stellenmeldepflicht keine signifikanten Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit oder Zuwanderung hat. Michel wird kritisiert, dass er die Problematik nicht durch Erkenntnisse der aktuellen Berichte versteht und somit gegen die eigenen Grundsätze der Partei agiert.
Dies gelesen: «Zwei Tage nach der Abstimmung (zur 10-Mio.-Schweiz, Red.) steht Simon Michel in der Wandelhalle und denkt an Lösungsansätze, um der verbreiteten Unzufriedenheit entgegenzuwirken: Der Inländervorrang bei der Stellensuche soll verstärkt werden.» (Quelle: NZZ, 18.6.2026)
Das gedacht: Bekanntlich gibt es nichts Neues unter der Sonne. Dies gilt auch für die Politik. Kaum hat sich der Staub des Abstimmungssonntags gelegt, präsentiert man uns alten Wein in neuen Schläuchen.
Zum Beispiel FDP-Nationalrat Simon Michel. Als Mittel gegen die unkontrollierte Einwanderung bringt er die Stellenmeldepflicht ins Spiel, den sogenannten Inländervorrang light.