Ganz knapp: →
Zwischen 1990 und 2020 vergrößerte sich die Waldfläche in Frankreich, Spanien, Portugal, Italien und Griechenland um 25 Prozent (10,5 Millionen Hektar). Spanien verzeichnete den größten Anstieg mit 34 Prozent, gefolgt von Italien (26 Prozent) und Frankreich (22 Prozent). Hauptr Gründe für die Zunahme sind die Aufgabe von Landwirtschaft, Aufforstungsprogramme und weniger Brennholznutzung. In der EU insgesamt stieg die bewaldete Fläche um etwa 14 Millionen Hektar (10 Prozent) im selben Zeitraum. Die Zunahme der Waldflächen bedeutet nicht automatisch eine Verbesserung der ökologischen Qualität.
Fakten: Zwischen 1990 und 2020 hat sich die von Wald bedeckte Fläche in den fünf Mittelmeer-Staaten Frankreich, Spanien, Portugal, Italien und Griechenland um ein Viertel vergrössert.
Warum das wichtig ist: Die aktuelle Berichterstattung über die Waldbrände in mediterranen Gebieten suggeriert, dass es wegen des Klimawandels immer schlimmer mit den Feuersbrünsten werde. Man bekommt den Eindruck, dass in den betroffenen Gebieten bald kein unversehrter Wald mehr übrig sein wird. Richtig ist das Gegenteil: Die Wälder in den Mittelmeerländern breiten sich ziemlich rasant aus.
Das Zitat: «Halb Europa brennt» (Sonntagsblick, 2. August 2026, nur im Print)
