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Junge Menschen im Kanton Bern haben Schwierigkeiten, ihre Identität zu definieren, da es keine klare Zugehörigkeit gibt. Der rot-grüne Lebensstil in der Stadt bietet eine einfache Option, während gewerbliche und bäuerliche Elemente im ländlichen Raum ebenfalls stark vertreten sind. Historische Errungenschaften bieten wenig Orientierung in der modernen Identitätsfindung. Der Ökonom Wilhelm Röpke präsentiert mit seiner Beschreibung von Bern eine mögliche Identität, die jedoch realitätsfern sein könnte. Die uneindeutige Identität in Bern spiegelt die politische und persönliche Unsicherheit wider.
Womit soll sich eigentlich ein junger Mensch im Kanton Bern identifizieren? Schwierig wird es vor allem, wenn man weder zum urban geprägten rot-grünen Milieu noch zu gewerblich-bäuerlichen Kreisen auf dem Land gehört. Oder sollte man in der Vergangenheit nach Orientierung suchen? Beim Ruhm vergangener Kriegserfolge bei Grandson und Murten, als der einst mächtige Stadtstaat Karl dem Kühnen das Grauen lehrte? Der aus dem Kanton Bern stammende Autor haderte mit allen Optionen – bevor er beim Ökonomen Wilhelm Röpke ein Ideal entdeckte.
