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RCP 8.5 galt als extremes Szenario mit bis zu 6 Grad Erwärmung bis 2100, wurde jedoch für unrealistisch erklärt. Die Abkehr von RCP 8.5 bedeutet, dass nur noch Szenarien mit schwächeren Klimawandelauswirkungen verwendet werden. Zahlreiche vergangene Studien und politische Entscheidungen basierten auf RCP 8.5, was viele alarmierende Prognosen zur Folge hatte. Das neue Referenzszenario CMIP-7-High sieht eine CO₂-Konzentration von bis zu 830 ppm vor, was eine Erwärmung von maximal 3,5 Grad bedeutet. Die offizielle Beerdigung von RCP 8.5 wird als bedeutende Entwicklung in der Klimaforschung angesehen.
Die Fakten: Das Weltklimaforschungsprogramm – ein Gremium, das Klimamodelle zuhanden des Weltklimarats IPCC ausarbeitet – hat das extreme Klimaszenario RCP 8.5 begraben. Dieses rechnete mit einer Erwärmung von bis zu sechs Grad bis Ende des Jahrhunderts. Von nun an kommen in der Forschung nur noch Szenarien zur Anwendung, die von einem deutlich schwächeren Klimawandel ausgehen.
Warum das wichtig ist: RCP 8,5 wurde fälschlicherweise als Weiter-wie-bisher-Szenario bezeichnet. Doch es war seit langem klar, dass dieses Hochemissions-Szenario mit hoher Sicherheit nie eintreffen wird. Dennoch beruhten in den letzten Jahren unzählige Studien auf RCP 8.5. Das erlaubte der Klimalobby, der Welt eine Katastrophe in Aussicht zu stellen. Die offizielle Entsorgung von RCP 8.5 bedeutet nun, dass der Klimawandel auch im schlimmsten Fall deutlich milder ausfällt, als befürchtet.
Zitate zum Ende von RCP 8.5:
- «Das reisserischste Klima-Narrativ bestimmt seit mehr als einem Jahrzehnt wissenschaftliche Studien, Medien und Politik, Doch jetzt soll es abgeschafft werden.» («Welt», siehe hier)
- «Die bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten. (...) Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war.» (Roger Pielke Jr., amerikanischer Umweltwissenschaftler, siehe hier)
