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Die Grundlage eines funktionierenden Rechtsstaates ist eine vorbestehende kulturelle Ordnung. In der Schweiz beruht die Gesellschaft auf Prinzipien wie Respekt, Vertragstreue und Übernahme von Verantwortung. Die kulturelle Evolution ist ein Prozess, der durch erfolgreiche Kooperation entstanden ist und ständig weiterentwickelt wird. Moderne Herausforderungen wie Zentralisierung und Zuwanderung bedrohen die kulturelle Selbstorganisation. Der Liberalismus wird oft missverstanden; er fördert eine selbstordnende Gesellschaft, die weniger gesetzliche Regulierung benötigt. Um die gewachsene Ordnung zu erhalten, sind Anstand, Respekt, Bildung und politische Diversität wichtig.
Demokraten sprechen gerne vom Rechtsstaat. Doch sie übersehen bisweilen, dass selbst der beste Rechtsstaat auf Voraussetzungen beruht, die er nicht selbst schaffen kann.
Eine freie Gesellschaft lebt nicht zuerst von Gesetzen, sondern von einer kulturellen Ordnung, die kein Politiker beschlossen hat und die in keinem Gesetzbuch steht. Sie sorgt dafür, dass wir wissen, was wir anderen Menschen nicht antun – und dass wir dieses Verhalten erwarten können.
