Ganz knapp: →
Zugang zum Zivildienst wird erschwert; Abstimmung am 14. Juni. Zivildienst soll abgeschafft werden; gilt als überholt und ungerecht. Militärdienstverweigerung ist laut Autor eher eine politische Machtfrage als eine Gewissensangelegenheit. Historisch war Militärdienstverweigerung während des Kalten Krieges auf einem Tiefpunkt; steigende Zahlen in den späten 60ern. Der Zivildienst wird kritisiert, weil er die Armee untergräbt und nicht dem ursprünglichen Ziel dient.
Die Fakten: Der Zugang zum Zivildienst soll erschwert werden. Am 14. Juni wird darüber abgestimmt.
Warum das wichtig ist: Der Zivildienst muss nicht reformiert, sondern abgeschafft werden. Er ist ein Fetisch der Linken. Überholt, ungerecht.
Was fühlten sie sich heroisch, diese jungen linken oder religiösen Schweizer, die zu Zeiten des Kalten Krieges den Militärdienst verweigerten und deshalb ins Gefängnis gesperrt wurden.
Dabei ist im Nachhinein schwer nachzuvollziehen, worin hier der heroische Akt bestanden haben soll:
- War es etwa heroisch, im Krieg sich in die Büsche zu schlagen, statt das Land, die eigene Frau und die Kinder zu verteidigen? Helden? Maulhelden. Während andere junge Männer an der Front starben, sass man im Gefängnis und las «Das Kapital» von Karl Marx (2700 Seiten, das reichte für den ganzen Gefängnisaufenthalt, in der Regel 3-6 Monate).
- Oder war es heroisch, einer Armee die Mitwirkung vorzuenthalten, die noch nie einen Angriffskrieg geführt hatte und der so gut wie niemand je zum Opfer gefallen war? Einer Armee, die demokratisch beschlossen, von einem demokratisch gewählten General sich im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis zu Wehr gesetzt hätte – wenn die Nazis ins Land eingebrochen wären.