Ganz knapp: →
Der Zivildienst-Anteil unter jungen Männern stieg stark von 5 % in 2005 auf 30-40 % in 2025. Der ursprüngliche Zweck des Zivildienstes war, pazifistischen Personen eine Alternative zur Militärdienstpflicht zu bieten. Der Zivildienst wird als komfortabler und weniger belastend angesehen als der Militärdienst. Viele Zivildienstleistende kommen aus der oberen Mittelschicht, was zu sozialer Ungerechtigkeit führt. Der Aufwand und die durchschnittliche Belastung im Militärdienst sind im Vergleich zum Zivildienst oft deutlich höher. Angesichts des Rückgangs der Rekruten wird eine Reform oder Abschaffung des Zivildienstes vorgeschlagen.
Die Fakten: 30 bis 40 Prozent eines Armeejahrgangs leisten heute Zivildienst. Noch 2005 waren es erst 5 Prozent.
Warum das wichtig ist: Der Zivildienst zerstört die Armee. Die jungen Männer ziehen das Altersheim dem Waffenplatz vor. So geht eine Zivilisation unter.
Ursprünglich war der Zivildienst für jene kleine, kleine Minderheit von sehr empfindlichen jungen Männern gedacht, die es nicht mit ihrem Gewissen (oder mit ihren politischen Ansichten) vereinbaren konnten, in der Armee Dienst zu leisten – einer Armee, die, wie allgemein bekannt, weder für den Holocaust noch den Zweiten Weltkrieg verantwortlich war, sondern allein die Verteidigung des Landes vorbereitet.
Wie dem auch sei.
Man kam diesen jungen Männern 1996 entgegen, im Glauben, man tue Gutes. Und führte einen Zivildienst ein.
Wer damals davor warnte, galt als reaktionär und weltfremd: Wer, der bei Verstand war, konnte denn jetzt (1996) glauben, dass es in Europa je wieder Krieg geben könnte? Eben. Die Reaktionären und die Weltfremden.
- Doch wie immer ist gut gemeint das Gegenteil von gut.
