Ganz knapp: →
UBS muss ihre Auslandstöchter mit Eigenkapital absichern, nachdem sie 15 Milliarden Franken nach der Übernahme der Credit Suisse zusätzlich aufbringen musste. Aktuell gibt es einen Streit über die Kapitalzusammensetzung: Bundesrat verlangt komplette Absicherung mit hartem Kernkapital (CET1), während die Wirtschaftskommission einen Teil mit AT1-Anleihen erlaubt. AT1-Anleihen bieten vergleichbaren Schutz zu CET1, sind aber kostengünstiger. Die UBS spricht von insgesamt 37 Milliarden Franken Kapitalbedarf, was sich direkt auf die Kreditvergabe und Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. Der Ständerat fehlerhaft vermischt die Fragen nach dem notwendigen Kapital, der Zusammensetzung und den Kosten, statt sachlich zu diskutieren.
In Kürze: Ob 50/50 oder 90/10 ist egal – alle Modelle zwingen die UBS, ihre Auslandstöchter voll mit Eigenkapital abzusichern. Der Streit geht nur darum, wie teuer das wird.
Warum das wichtig ist: Für den Standort Schweiz ist es wichtig, dass es für die UBS so günstig wie möglich wird.
Die Geschichte: Nach der Übernahme der Credit Suisse musste die UBS ohnehin 9 Milliarden Franken Eigenkapital zusätzlich aufbringen als Kompensation für Zuständnisse, die der Credit Suisse gegeben wurden. Hinzu kamen rasch 6 Milliarden Systemrelevanzaufschlag, weil die Bank plötzlich viel grösser war – macht 15 Milliarden unter geltendem Recht.