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Der Staat wird zum Türsteher der sozialen Medien

Der Staat wird zum Türsteher der sozialen Medien
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Die EU plant, Kindern unter 13 den Zugang zu Social Media zu verbieten. Jugendliche im Alter von 13 bis 14 Jahren sollen nur eine Stunde pro Tag Zugang haben, kontrolliert von den Eltern. Kritiker heben hervor, dass dies die Meinungs- und Informationsfreiheit einschränkt. Die Alterskontrolle könnte auch Pseudonyme und die Anonymität im Netz gefährden. Es gibt Bedenken, dass solche Kontrollen für weitere Zugangsbeschränkungen missbraucht werden könnten. Verantwortungsvolle Umgang mit Social Media sollte in der elterlichen Verantwortung liegen, nicht in staatlicher.

Das ist passiert: Die EU-Kommission will Kindern unter 13 Jahren den Zugang zu Social Media verbieten. Auch wer 13 oder 14 Jahre alt ist, soll täglich nur eine Stunde Zugang zu Konten erhalten, die von den Eltern kontrolliert werden. Erst ab 15 Jahren sollen Jugendliche freien Zugang zu Medien wie Tiktok, Instagram und Youtube haben (siehe hier). 

Kommentar:

Wenn Kinder und Jugendliche stundenlang durch Social Media scrollen, kann das problematisch sein. Cybermobbing, Schlafprobleme und süchtig machende Algorithmen sind reale Gefahren. Doch daraus folgt nicht, dass der Staat darüber entscheiden soll, wer Zugang zu sozialen Medien erhält.

Der Gesetzesvorschlag der EU-Kommission ist weit mehr als Jugendschutz. Er betrifft die Meinungs- und Informationsfreiheit. Auch Kinder und Jugendliche haben das Recht, sich eine Meinung zu bilden, Informationen zu suchen und sich öffentlich zu äussern. Social Media sind längst ein wichtiger Teil der politischen Öffentlichkeit. Parteien, Politiker, Behörden, Medien und Organisationen verbreiten dort ihre Botschaften. Wer Jugendliche davon fernhält, schliesst sie von einem wichtigen Teil der gesellschaftlichen Debatte aus.

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